Wer ist Betroffen ?BasisuntersuchungenSpezialdiagnostikRisikofaktoren und Therapie Das Glaukom - "Grüner Star"
Diagnostik beim Glaukom - Teil 1
Diagnostik beim Glaukom: Basisuntersuchungen
Findet sich in einer augenärztlichen Vorsorgeuntersuchung ein Glaukomverdacht oder ein Glaukom, so sind weitere, regelmäßige, augenärztliche Kontrollen und gegebenenfalls eine Therapie notwendig, die hilft, Folgeschäden bis hin zur Erblindung zu vermeiden.
Die Basisuntersuchung beinhaltet dann die und Betrachtung des Sehnervenkopfes, die Messung des Augeninnendrucks (Risikofaktor) und die Gesichtsfelduntersuchung (Funktionstest).
   
Der Sehnerv Das typische Zeichen eines Glaukoms ist der unbemerkte, langsam fortschreitende Verlust von Sehnervenfasern. Dieser Verlust ist nicht rückgängig zu machen und zeigt sich in der Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes – dies ist so nur beim Glaukom zu finden und damit diagnostisch wegweisend.
Die Beurteilung des Sehnervenkopfes spielt daher eine entscheidende Rolle. Bei dieser einfachen, schnellen und absolut schmerzfreien Untersuchung beurteilt der Augenarzt die Sehnervenscheibe am Augenhintergrund durch die Pupille. Die Menge an verlorenen Sehnervenfasern kann man bei der Untersuchung mit einer Lupe nicht, den langsam zunehmenden Verlust nur nach Jahren erkennen. Hier sind Spezialuntersuchungen medizinisch sinnvoll.

 
Der Augeninnendruck Der individuelle Augendruck ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung oder das weitere Fortschreiten eines Glaukoms.
Bei den häufigsten Messmethoden wird die Hornhautoberfläche zunächst eingedellt, anschließend wird über die dafür notwendige Kraft rechnerisch der Augeninnendruck ermittelt. Oft muss dafür die Augenoberfläche mit Tropfen für den kurzen Moment der Messung betäubt werden (Goldmann-Applanationstonometrie). Diese Methode ist jedoch abhängig von der Hornhautdicke. Weiter Verfahren nutzen einen kleinen Sensor und benötigen gegebenenfalls keine Betäubungstropfen (z.B. ICare).
Andere Verfahren messen über kurze Luftstöße (z.B. Non-Contact-Tonometrie) und die damit verbundene Verformung der Hornhaut. Sie berühren die Hornhaut nicht direkt und benötigen keine Betäubung.
Das Gesichtsfeld Erst in einem fortgeschrittenen Stadium des Glaukoms werden von den Betroffenen Einschränkungen im Gesichtsfeld bemerkt. Dabei kann man Objekte in seiner Umgebung zunehmend schlechter oder gar nicht mehr wahrnehmen.
Bei der Untersuchung werden auf einer meist kugeligen Fläche unterschiedliche helle Lichtpunkte gezeigt. Erkennt man diese, so soll man dies meist durch Drücken eines Knopfes bestätigen. Die Ergebnisse werden dann in einem Gesichtsfeldbefund zusammengefasst.
Für erste bemerkbare Gesichtsfelddefekte müssen aber in einem Bereich mehr als 40% der Sehnervenfasern bereits defekt sein. Das zentrale Sehen hingegen (Farben sehen, lesen) bleibt beim Glaukom oft sehr lange erhalten.
Grenzen der Basisdiagnostik beim Glaukom Keine dieser hier genannten Untersuchungen für sich alleine kann jedoch sicher zur Diagnose Glaukom führen.
So ist ein ausgehöhlter Sehnerv oft zwar ein erster Hinweis auf das mögliche Fehlen von Sehnervenfasern, aber kein Beweis für ein vorliegendes Glaukom.

Weder ist ein zu hoher Augendruck ein Beweis für ein Glaukom, noch schließt ein niedriger Augeninnendruck (IOD) ein Glaukom sicher aus.
Der IOD ist aber der wichtigste, individuelle Risikofaktor für eine Verschlechterung und dient auch einer möglichen Therapiekontrolle.
Bemerkbare Gesichtsfeldstörungen treten erst sehr spät im Verlauf der Erkrankung auf.
Daher sind ergänzende Spezialuntersuchungen wichtig und medizinisch sinnvoll um frühzeitig eine Diagnose zu bestätigen oder eine Verschlechterung festzustellen.
FAZIT:   Beim Glaukom sind regelmäßige, augenärztliche Untersuchungen und gegebenenfalls eine Therapie notwendig.

Die Basisuntersuchung beim Glaukom beinhaltet die Betrachtung des Sehnervenkopfes, die Messung des Augeninnendrucks und die Gesichtsfelduntersuchung.

Spezialuntersuchungen
sind ergänzend und medizinisch notwendig.
  Gehen Sie zur Vorsorge. Beim Glaukom kann durch entsprechende Therapie ein Folgeschaden bis hin zur Erblindung vermieden werden.

 

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